Kategorie-Archiv: Blitzlichter

Aktuelle kurze Texte. Schnelle Gedanken.

OUT NOW! Mein Buch.

Cover_finalEs ist der 26. Februar 2015.

Heute vor neun Jahren ist meine Mama gestorben. Ihr Tod weckte in mir eine Fülle von Erinnerungen und Leid, die ich die Jahre vorher gut verdrängen konnte. Nun war meine Mama tot und endlich begann ich, über einen Teil meines Lebens nachzudenken, den ich gerne vergessen hätte. Hieraus entstand meine Buch: „Schwester des Mondes – Teil meines Lebens“. Es ist auf neobooks. com erschienen und erhältlich bei allen bekannten E-Book Verlagen wie amazon, Thalia, Weltbild, apple iTunes, Bertelsmann, Google Play etc.

Ich bin sehr froh und auch stolz, das Ergebnis jahrelanger Arbeit nun vorstellen zu können. Ich danke allen, die auf irgendeine Weise an der Enstehung dieses Buches beteiligt waren.

Making Of „Sorella Di Luna – das Buch“ von meinem Begleiter „Giorgio“

miri-rose_bearbeitet-1Hier soll mein Begleiter und Kommentator Giorgio zu Wort kommen:

Making of “Sorella di Luna” – das Buch.
Ab Anfang des Jahres 2008 gab es den Austausch von e-mails zwischen Luna und mir. Diese mails waren damals von ihrer Seite aus meistens nur auf ihr aktuelles “Tagesempfinden” beschränkt, aber immer wieder erzählte sie mir dann auch von Ereignissen, die weit zurücklagen – Ereignisse aus ihrer Kindheit und Jugend. Da dieser Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit immer sehr sprunghaft geschah, machte ich Luna den Vorschlag mit mir zusammen das Projekt “Lifeline” durchzuführen.
Ich würde ihr in diesem Projekt strukturierte Fragen zu verschiedenen Lebensabschnitten stellen, sie könnte dann auf diese antworten und ich würde ihre Antworten kommentieren. Sie war damit einverstanden und das Projekt begann.
Meine Fragen bezogen sich auf Bindungen, Erziehung, geistige und soziale Entwicklung, allgemeine Verhaltensmuster und die psychische Geschlechtsindentität.
Chronologisch wurde “Lifeline” von mir in drei Lebensabschnitte aufgeteilt – in Kindheit, Jugend und Adoleszenz – die wir dann im schriftlichen Austausch der Reihe nach bearbeiteten.
Am Anfang kamen von Luna nur direkte Antworten zu den von mir gestellten Fragen, doch nach kurzer Zeit wurden diese Antworten auch mit Episoden aus ihrem damaligen täglichen Erleben (vermischt mit Tagebucheinträgen von damals – Luna führt, seit sie schreiben kann, ein Tagebuch) von ihr für mich “erklärt” – ein Teil dieser (meist negativen) Erlebnisse findet sich jetzt im Buch wieder – Luna wollte es so.
Der Inhalt und die sprachliche Qualität dieser mir damals mitgeteilten Episoden bzw. Tagebucheinträge brachten mich dazu Luna den Vorschlag zu machen nach Durchführung des “Lifeline-Projektes” daraus ein Buch entstehen zu lassen – in Form eines biographischen “Tagebuchromans”.
Luna war sofort mit dabei, von ihr kam dann noch die zusätzliche Idee auch Teile unserer e-mail-Korrespondenz in die einzelnen Kapitel einzubauen.
So kamen die vielen Kapitel nach und nach zustande, Luna schrieb sie erst an mich, ich hinterfragte Textstellen, wenn ich diese als “reiner Leser” nicht verstanden hatte, und ich kommentierte sie dann danach auch teilweise. Die einzelnen Kapitel entstanden so über die Jahre hinweg in gegenseitiger Zusammenarbeit (einige Kapitel wurden auch verworfen und tauchen im Buch nicht mehr auf),.
Diese Arbeit entwickelte aber auch leider einen ungewollten negativen Nebeneffekt, denn die intensive Beschäftigung mit ihrer Vergangenheit brachte bei Luna eben diese Vergangenheit immer mehr bewusst – und leider auch für sie im Erleben sehr bildhaft – zu Tage.

Was steht nun über Luna im Buch und was gibt sie mit dem Buch an die Leser weiter?       

Eine Biographie kann nie einen Menschen in seiner Gesamtheit beschreiben, ihn für andere vollkommen begreiflich, ja gar wirklich greifbar machen.
Sie wird immer subjektiv gefärbt sein, der objektive Wahrheitsgehalt hängt immer davon ab, was der Autor von sich preisgeben will.
Luna erzählt im Buch von sich und von anderen. Wenn sie dort von ihrer Vergangenheit erzählt, dann erzählt sie eigentlich fast immer nur, was andere mit ihr, an ihr gemacht haben, wie sie von ihnen benutzt wurde.
Wenn sie von der Gegenwart erzählt, dann erzählt sie, was sie deshalb heute empfindet.
Ich weiß, dass diese, von ihr so oft intensiv nacherlebten Erinnerungen, ihr viele Schmerzen bereitet haben. Diese Arbeit unter Schmerzen soll aber nicht vergebens bleiben, sie soll zeigen, dass es möglich ist Schmerzen aufzuarbeiten und dann auch mit an einer Lösung zu arbeiten.
Das Buch erzählt von einer multiplen Persönlichkeitsstörung und auch davon, wie sie in der Kindheit zustande kam.
Es geht darin um die damit zunächst verbundene Erinnerungslosigkeit und dem später einsetzenden schmerzhaften Wiedererinnern.
Es erklärt die Aufspaltung der Persönlichkeit nach sexuellem Missbrauch und / oder emotionaler Vernachlässigung in der frühen Kindheit.
Dieses Buch soll deshalb eben auch Betroffene ansprechen, es soll sie dazu motivieren sich Hilfe zu suchen.

Diese Hilfe beginnt für den Helfenden mit den Elementen: Nachfragen, Verhandeln und Zuhören.

Denn genau auf diesem Wege ist dieses Buch entstanden …
Ich wünsche der Autorin alles erdenklich Gute auf ihrem weiteren Weg!

Giorgio

Mein Buch – Aktuell

Cover_IINun dauert es nicht mehr lang!

Bald wird mein Buch veröffentlicht werden. Noch ein paar Kleinigkeiten ausbessern und dann ist es soweit. Wann und wo werde ich Euch bald mitteilen können. Ich bin sehr froh, dass es nun endlich soweit ist. Das hat mich viel Zeit und noch mehr Nerven gekostet.

Weihnachten

Hintergrund-Weihnachten.jpg

So schlimm. So schwierig. So… emotional…

Ein jeder von uns verbindet Weihnachten mit verschiedenen Gefühlen. Oft sind es nicht nur einfach Ruhe, Kerzen und sentimentale Musik… nein… viel zu viele von uns – von Euch – verbinden Weihnachten mit einer schlechten und elenden Zeit. Ich kann und will Euch nichts erzählen, was für Euch nicht stimmt.

Auch ich – Luna – verbinde nicht nur Positives mit Weihnachten. Aber vor Kurzem, in einer Gruppe, hat eine Therapeutin gesagt, man solle versuchen, aus allem, auch der kleinsten Sache, ein EVENT zu machen. Und – ganz ehrlich – manchmal gelingt es mir. Auch wenn dieses EVENT nur darin besteht, mich in aller Ruhe anzuziehen, einen Kaffee oder Tee zu zelebrieren und dann vielleicht ein Kapitel eines spannenden Buches zu lesen.

Für jeden von Euch bedeutet Leben etwas anderes. Ich würde mir wünschen, dass Ihr vielleicht ein kleines EVENT für Euch findet, das Ihr jeden Tag feiern könnt. Und noch mehr würde ich mir wünschen, Eure Meinung darüber zu hören.

Weggeschickt, und doch – scheiss Abhängigkeit

Lunetta_finalJA DOCH! JA!

Ich habe sie weggeschickt. Ich wollte sie nicht mehr sehen, nicht mehr hören. Ich wollte sie nicht mehr belasten. Und ich wollte nicht mehr ihre Gedanken und Ideen hören, die mich immer wieder zum Nachdenken zwingen! Warum tue ich das also? Warum werde ich schwach und muss auf sie zurückgreifen? Warum nur fühle ich mich gedemütigt, hoffnungslos und unfähig, für mich alleine zu sorgen? Warum habe ich Angst und Skrupel, ihre Ideen und Kommentare zuzulassen?

Scheiss verdammte Abhängigkeit!

Ich weiß nichts mehr. Gar nichts.

Slackline

slacklineEs ist ein Balanceakt.

Seit zwei Jahren bin ich auf der Suche nach einem Therapeuten, der eine Trauma-basierte Therapie anbietet. Ich habe jemanden gefunden, gar nicht weit weg. Und nun traue ich mich nicht ihn anzurufen. Das ist verrückt, oder? Oh, ich brauche so sehr einen Menschen, der mich im Ansatz versteht! Einen Menschen, der ojektiv sein kann. Darf ich das überhaupt erwarten? Erwarte ich nicht einfach immer zu viel? Geht es Euch nicht genau so?

Realität versus Kenzo

Ich habe an diesem Wochenende die Realität erlebt. Ich schiebe sie nun mal gerne beiseite, ich kann sie verschwimmen lassen, sie verzerren oder sie einfach als Traum betrachten. Dieses Wochenende hat sie mich – einmal kurz – eingeholt. Und ich merkte sofort, dass ich damit überhaupt nicht klarkomme. Ich roch diese Realität an mir, noch als ich schlafen gehen wollte. Also sprühte ich einen Hauch Kenzo auf meine Arme. So konnte ich entfliehen, mich herausziehen aus dem Leben, und so konnte ich endlich irgendwann einschlafen. Warum Kenzo? Fragt mich, wenn Ihr es wissen wollt…

Lebens-Müde

Lebens-Müde. Lebensmüde.

Welch ein Wort. Welch umfassende Bedeutung. Dabei ist es ein einfaches Wort. Zwei einfache Worte. Leben und Müde. Wenn man es so betrachtet klingt es gar nicht so schlimm.  Macht das Leben mich müde? Oder ist das Leben eine müde Angelegenheit? Werde ich müde, es zu betrachten? Betrachtet das Leben mich als müde?

Ja. Ich bin des Lebens müde. Immer wieder diese Phasen. Aber muss das gleichbedeutend sein mit „Ich will nicht mehr leben“? Ist „Das Leben ermüdet mich“ gleich zu setzen mit „Der Schlaf des Lebens ist der Tod“?

Das muss ein jeder von Euch selbst herausfinden. Ich weiß, was es für mich bedeutet. Aber soll ich es Euch allen sagen?

„BRAIN ZAPS“ Was ist mit mir los?

BRAIN ZAPS

Ich fühle mich völlig elend. Habe überall Schmerzen. Wache mehrmals nachts auf mit rasendem Herzschlag bis zum Hals. Albträume. Schlechte Träume. Widerliche Träume. Ich traue mich fast nicht, wieder einzuschlafen. Ich habe Angst, ich sterbe. Meine Gedanken kreisen nicht, sie fallen in schweren Blöcken aus meinem Kopf auf meinen Körper. Sie beschränken meine motorischen Fähigkeiten auf ein Minimum und ich bin nicht in der Lage, mich auf irgend etwas einzulassen. Am liebsten würde ich aufgeben. Seit langer, langer Zeit spüre ich wieder diese absolut tiefste Traurigkeit. Diese schwere Depression. Und manchmal möchte ich nicht mehr auf mich aufpassen. Endlich – endlich kann ich weinen. Öfter. Und verzweifelter. Endlich FÜHLE ich diese Traurigkeit und kann sie betrauern. Ob das gut ist? Ich habe mein SSRI im Alleingang abgesetzt. Versuchte, es auszuschleichen und war zu ungeduldig. Die Absetzsymptome sind unvorhergesehen stark und belastend. Dabei möchte ich doch nur versuchen, durch das Absetzen vielleicht an Gewicht zu verlieren 🙁

Aber ich kann meine absolut tiefste Traurigkeit endlich wieder SPÜREN !

Kennt Ihr „Brain Zaps„? (Der hinterlegte Artikel ist in englisch!)   ->  Es ist ein schlechtes Gefühl. Stromschläge im Gehirn, die dich taumeln und schwindeln lassen. Ein typisches Einnahme- und Absetzsyndrom von SSRI (Selektive Serotonin- und/oder Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer)  – z.B. Paroxetin und Venlafaxin (welches ich über Jahre nehme / genommen habe). Leider sind diese Brain Zaps nicht alles …